Tameshigiri: Schnitttest mit japanischen Schwertern

Tameshigiri: Schnitttest mit japanischen Schwertern

Am Mittwoch, 8. August, trafen sich einige Mitglieder des Iaido-Clubs KENSEN bei Präsident Jack Rietiker in Steckborn zum gemütlichen Grillieren und zum Tameshigiri. Dabei handelt es sich um einen Schnitttest mit japanischen Schwertern.

Während vor rund 400 Jahren die Samurai ihre Klingen an den Körpern von Exekutierten ausprobierten, werden heute speziell gewickelte Matten verwendet, die man zwölf Stunden vor dem Schnitt in Wasser quellen lässt, danach etwa vier Stunden trocknet, oder man benutzt grüne Bambusstangen. Mit einem scharfen Schwert werden verschiedene Schnitte geübt: diagonale, horizontale, senkrechte, einhändige oder zweihändige. An der Schnittfläche lässt sich die Qualität der Klinge und die Schnitttechnik des Ausübenden erkennen. Wichtig ist, dass der Winkel der Klinge exakt mit dem Winkel des Schnitts übereinstimmt, da anderenfalls das Schwert verkantet wird, was den sauberen Schnitt vereitelt und sogar zum Verbiegen oder – selten – zum Bruch der Klinge führen kann.

Tameshigiri hat nichts mit Iaido zu tun, wird aber von einigen Iaidokas praktiziert, die ihre Schnitttechnik testen wollen. Der Schnitttest verbessert die Klingenführung, die Haltung und das Gefühl für die Waffe.


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