Leuchttürme

Leuchttürme

Wenn ich das Foto betrachte, wie die Wellen mit aller Wucht gegen den Leuchtturm peitschen, und mir vorstelle, wie sie ihn von allen Seiten attackieren, sich zurückziehen, Anlauf nehmen, es von einer anderen Seite erneut gemeinsam versuchen und Wind und Wetter zu Hilfe nehmen, bin ich fasziniert: Nichts kann dem Leuchtturm etwas anhaben. Er steht da wie eine Eins. Unerschütterlich, unbeugsam – komme, was da wolle. Der Leuchtturm gilt als Symbol für Kraft, Standhaftigkeit, Orientierung, und das seit Jahrhunderten.

Zu Leuchttürmen im übertragenen Sinne gehören für mich auch Menschen, die in Zeiten von Corona anderen Halt und Orientierung geben, die in einer Krise nicht den Kopf hängen lassen, sondern über sich hinauswachsen und einander helfen – im Kleinen wie im Grossen. Dazu zähle ich die Pflegefachfrau, die längst ihren Feierabend antreten könnte, aber ohne zu murren Überstunden leistet, oder den Nachbarsjungen, der für ältere Menschen einkaufen geht. Ein vorbildliches Beispiel ist für mich auch die FB-Gruppe „gern gscheh – Rüti/Dürnten hilft“, ins Leben gerufen von Christa Thoma, Gemeinderätin von Rüti.

Corona zeigt, wie verletzlich wir sind, gleichzeitig aber auch, wie stark, kreativ und solidarisch wir sein können, wenn es darauf ankommt. Solidarisch zu sein bedeutet, auf etwas zu verzichten, sich einzuschränken. Gleichzeitig gewinnen wir etwas: Wir erfahren uns mehr als sonst als Mitmenschen.

Leuchtturm


Die Kommentare sind geschloßen.